Zertifikatestrategien
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Wechselkursbeeinflussung Rückzahlungsbetrag

 

Frage:
Wie beeinflusst der Euro/Dollar-Wechselkurs den Rückzahlungsbetrag eines Zertifikates?

Antwort:
Die Frage stellt sich natürlich nur, wenn der Basiswert des Zertifikats in einer Fremdwährung notiert. Die Währung, in der dieser gehandelt wird, richtet sich dabei nach dem Standort des Marktes. Beispielsweise ist dies bei Rohstoffen der Fall, deren Haupthandelswährung der US-Dollar ist. Welche Folgen hat das? Da der Basiswert in US-Dollar und der Kurs eines Zertifikates in Euro notiert, muss dem Wechselkurs Beachtung geschenkt werden. So führt eine Abwertung des US-Dollar, sprich ein Anstieg des Euro/Dollar Wechselkurses, zu einem niedrigeren Gegenwert des Basiswertes in Euro und damit zu einem Sinken des Kurses. Die Erfahrung hierbei zeigt, dass Rohstoffpreise häufig negativ mit dem Wert des US-Dollar korreliert sein können. Dies kann unter Umständen bedeuten, dass eventuelle Kursgewinne aus einem steigenden Basiswert durch eine Abwertung des US-Dollar verringert werden. Somit ist der Anleger mit dem, im Fachjargon bezeichneten, Wechselkursrisiko konfrontiert. Eine Lösung hierfür bieten Zertifikate mit einer sogenannten Quanto-Komponente, welche den Anleger gegen genau dieses Risiko absichern. Ein Zertifikat mit Quanto-Komponente hält den Wechselkurs konstant und der Rückzahlungsbetrag orientiert sich ausschließlich an der Wertentwicklung des Basiswertes. Für ein Zertifikat mit Quantofunktion wird jedoch eine Quantogebühr fällig, welche von der Emittentin erhoben wird. Letztendlich ist die persönliche Anlagephilosophie entscheidend, welche Ausgestaltung zu wählen ist - zumal bei einem Aufwerten des USDollar auch Wechselkursgewinne denkbar sind.

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