Zertifikatestrategien
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Portfoliodiversifikation durch Rohstoffe

Frage:
Ich habe gehört, dass ich mein Portfolio durch Rohstoffe diversifizieren kann. Was bedeutet das? Und was muss ich bei Rohstoffinvestitionen beachten?

Antwort:
Sein Portfolio zu diversifizieren bedeutet nichts anderes, als das Risiko zu streuen. Wie wird aber eine solche Streuung erreicht? Grundsätzlich sollten Anleger in verschiedene Anlageklassen wie z.B. Aktien, Rohstoffe, Festverzinsliche Wertpapiere, Geldmarktpapiere etc. investieren, da diese eine geringe Korrelationen aufweisen. In diesem Zusammenhang erweisen sich insbesondere Rohstoffinvestments als geeignet, da sie in der Regel leicht negative mit Aktien und Anleihen korreliert sind.

Durch Zertifikate werden die Rohstoffmärkte auch Privatanlegern zugänglich gemacht. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Zertifikate auf Rohstoffe sich häufig auf Futures-Kontrakte beziehen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig die entsprechende Forward-Kurve zu berücksichtigen. Sind zukünftige Futures-Kontrakte teurer als der gegenwärtige Kontrakt (Contango), können Rollverluste entstehen, die sich negativ auf das Zertifikat auswirken. Notieren die zukünftigen Kontrakte jedoch unter den gegenwärtigen (Backwardation), können entstehen entsprechende Rollgewinne entstehen. Dies gilt vor allem für Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit, da diese regelmäßig in den jeweils nächstfälligen Futures-Kontrakt gerollt werden. Doch auch bei Zertifikaten mit begrenzter Laufzeit hat die Struktur der Forward-Kurve einen wesentlichen Einfluss, da diese sich in den meisten Fällen auf den Futures-Kontrakt zur Endfälligkeit beziehen, was sich wiederum auf den Preis des Zertifikates auswirkt. Ebenfalls von Bedeutung ist die Tatsache, dass Rohstoffe in US-Dollar gehandelt werden. Demnach müssen Anleger ihre Wechselkurserwartung in ihre Investitionsentscheidung mit einbeziehen.

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