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Rollvorgänge bei Open End Turbos

Frage:
Ich interessiere mich für Ihre Open End Turbos auf Rohstoffe, können Sie mir bitte den Einfluss der Rollvorgänge bei einer solchen Investition erläutern?

Antwort:
Sofern der Rohstoff, wie bspw. im Falle von Rohöl, in Form von Futures-Kontrakten gehandelt wird und die Open End Turbos sich darauf beziehen, kommt es in regelmäßigen Abständen zu Rollvorgängen. Denn Futures-Kontrakte besitzen stets eine begrenzte Laufzeit, so dass am Ende der Laufzeit in den jew. nächstfälligen Kontrakt „gerollt“ werden muss. Der auslaufende Kontrakt wird also verkauft und der neue Kontrakt entsprechend erworben. Aufgrund der Konstellation an den Terminmärkten kann es dazu kommen, dass der nächstfällige Kontrakt teurer (man spricht dann in der Fachsprache von „Contango“) oder auch billger („Backwardation“) ist, als der auslaufende.

Bei dem jeweiligen Rollvorgang werden Finanzierungslevel- und Stopp-Loss-Level des Produktes entsprechend angepasst. Diese Anpassung kann dann zu Nachteilen oder auch Vorteilen führen. Denn wenn der neue Kontrakt teurer ist als der auslaufende, muss ein höherer Preis dafür bezahlt werden, was beim Long Open End Turbo in Form eines erhöhten Finanzierungslevels umgesetzt wird. Dadurch verliert der Anleger einen Teil seiner Investition und seine Partizipation an weiteren Kursanstiegen verringert sich. Im Falle einer Backwardation-Situation ist es umgekehrt: Ein Long Open End Turbo würde entsprechend profitieren, da sich der Finanzierungslevel verringert und sich der Anteil der Investition erhöht. Dies drückt sich auch aus in Form eines veränderten Hebels des Produktes. Am neuen Hebel lässt sich somit ablesen, ob der Rollvorgang zu Gunsten oder zu Ungusten der Anlage verlaufen ist.

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