Zertifikatestrategien
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Bonus-Zertifikate

Bonus-Zertifikate kombinieren attraktive Renditen mit einem komfortablen Risikopuffer. Zur Realisierung einer ansehnlichen Bonus-Rendite genügt bereits ein seitwärts tendierender oder ein sogar leicht fallender Basiswert. Lediglich eine untere Barriere (Kursschwelle) darf dazu während der Laufzeit nicht unterschritten werden.

Auf die Gewinnchancen im Falle steigender Kurse muss der Anleger dennoch nicht verzichten: Denn ein klassisches Bonus-Zertifikat bietet dem Investor eine unbegrenzte Partizipation an der Entwicklung des Basiswertes - auch jenseits des Bonuslevels. Damit verbessern Bonus-Zertifikate das Chance/Risiko-Profil eines Investments signifikant, eignen sich als Beimischung in jedem Depot und können sogar als Substitut für zum Beispiel eine Aktie auf das entsprechende Basisunternehmen in Betracht gezogen werden.

 

Wie funktionieren Bonus-Zertifikate?

Klassische Bonus-Zertifikate zahlen dem Anleger, wenn der Kurs des Basiswertes während der gesamten Laufzeit eine bestimmte Kursschwelle (Barriere) nicht unterschreitet, einen definierten Betrag aus - den Bonus. Diese Kursschwelle befindet sich normalerweise 20 bis 40 Prozent unterhalb des Einstandskurses der zugrunde liegenden Aktie, während das Bonuslevel im Gegensatz deutlich über dem Referenzkurs des Basiswertes liegt. In den meisten Fällen zwischen 20 und 50 Prozent. Somit hat der Anleger bereits zum Zeitpunkt der Emission des Produktes den Ausblick auf eine solide Rendite, so lange der entsprechende Basiswert die Kursschwelle nicht unterschreitet. Selbst im Falle eines Unterschreitens der Kursschwelle läuft das Produkt bis zum Ende der Laufzeit weiter und der Anleger hat den Anspruch, den Schlussabrechnungskurs des Basisinstruments ausgezahlt zu bekommen; lediglich sein Bonus geht verloren. Notiert der Basiswert hingegen sogar höher als der eigentliche Bonus, bekommt der Anleger diesen entsprechend höheren Kurs zum Ende der Laufzeit ausbezahlt, partizipiert also unbegrenzt an der Kursentwicklung.

Folgende Szenarien am Ende der Laufzeit sind also möglich:

Der Kurs des Basiswertes notiert über dem Bonuslevel: 
Der Anleger erhält eine Rückzahlung des Basiswertes.

Der Kurs des Basiswertes notiert zwischen der Barriere und dem Bonuslevel und hat die Barriere während der Laufzeit nicht erreicht: 
Der Anleger erhält in diesem Fall eine Rückzahlung in Höhe des Bonuswertes.

Der Kurs des Basiswertes notiert unter der Barriere: 
Der Anleger erhält eine Rückzahlung des Basiswertes.

 

Varianten von Bonus-Zertifikaten

Neben den herkömmlichen, klassischen Bonus-Zertifikaten gibt es weitere Varianten, die in bestimmten Marktszenarien einen Mehrwert für den Investor bringen können. So gibt es Bonus-Zertifikate, bei denen die Barriere nur während der letzten drei Monate der Laufzeit aktiv ist. Bei diesen sog. Bonus Pro-Zertifikaten verringert sich also die Gefahr, dass der Bonus vorzeitig durch unterschreiten der Barriere verloren geht. Des weiteren besteht bei den sog. Capped Bonus-Zertifikaten die Besonderheit, dass diese über eine Kursobergrenze (Cap) verfügen. Ab dieser Obergrenze partizipiert der Anleger nicht weiter an der Entwicklung des Basiswertes. Durch diese Konstruktion ist es allerdings möglich, auf der anderen Seite die Parameter des Bonus-Zertifikates (nämlich Barriere und Bonuslevel) zu Gunsten des Anlegers zu verbessern. Außerdem ist es denkbar, Bonus-Zertifikate auch auf Basisinstrumente mit einer geringen oder sogar keiner Dividende zu emittieren.

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